Modus des UEFA-FUTSAL-Pokals


Auf Vereinsebene ist Futsal mittlerweile ebenfalls etabliert. Vor der Einführung des UEFA-Futsal-Pokals gab es neun inoffizielle europäische Klubwettbewerbe. Die jeweiligen Gewinner kamen dabei immer aus dem Gastgeberland, also aus Spanien, Russland oder Italien. Dinamo Moskau konnte gleich drei Mal triumphieren.

Seit 2001 / 2002 spielen die führenden europäischen Vereine jedes Jahr um den UEFA-Futsal-Pokal, der seit seiner Einführung in der Saison immer größer und bedeutender geworden ist.

Jeder der UEFA-Mitgliedsverbände kann seinen jeweiligen nationalen Meister entsenden. Der Titelverteidiger qualifiziert sich automatisch, so dass der entsprechende Nationalverband daneben ein zweites Team melden kann. Im ersten Jahr fand das Turnier als Endrunde statt, mittlerweile wird der Wettbewerb in vier Phasen ausgerichtet.

2001 / 2002 wurde der Titel in Lissabon in einer Endrunde mit acht Teams ausgespielt. Insgesamt 27 Landesmeister hatten an der Qualifikation teilgenommen, Die Qualifikation fand in sieben Gruppen statt, die jeweiligen Gruppensieger lösten ihr Ticket für die Endrunde in Portugal. Sporting Clube de Portugal war als Gastgeber automatisch qualifiziert.
Dort wurden die acht Teilnehmer in zwei Vierergruppen aufgeteilt. Die Gruppensieger spielten im Halbfinale jeweils gegen den Zweitplatzierten der anderen Gruppe, die Sieger bestritten das Endspiel. Der spanische Klub Playas de Castellón FS gewann das Finale mit 5:1 gegen Action 21 Charleroi aus Belgien.

In der Folge hatte der UEFA-Futsal-Pokal ein festes Format, nur die Teilnehmerzahl variierte leicht. In der Saison 2002 / 2003 spielten 30 Teams in der ersten Qualifikationsrunde. Diese wurden in acht Gruppen aufgeteilt, die jeweiligen Sieger zogen in die in zwei Gruppen aufgeteilte zweite Qualifikationsrunde ein. Die Gewinner dieser Gruppen - erneut Castellón und Charleroi - bestritten das Endspiel. Dieses wurde in Hin- und Rückspiel entschieden, wobei die Spanier am Ende mit 7:5 die Oberhand behielten.

Ab 2003 / 2004 wurde eine Ausscheidungsrunde eingeführt. Damals nahmen nur zwei Teams an dieser teil, AS Odorheiu Secuiesc aus Rumänien setzte sich durch und erreichte neben den anderen 31 Klubs die erste Qualifikationsrunde. Damit gab es acht Vierergruppen. Der Rest des Turniers fand wie gewohnt statt, mit Boomerang Interviú FS gewann erneut ein spanischer Verein, im Endspiel wurde SL Benfica aus Portugal mit insgesamt 7:5 bezwungen.

2004 / 2005 spielten drei Teams in der Ausscheidungsrunde, zwei Mannschaften davon schafften den Sprung in die erste Qualifikationsrunde, an der insgesamt 31 Vereine teilnahmen und damit einer weniger als im Jahr zuvor, da der Israelische Fußballverband aus logistischen Gründen seine Teilnahme absagte. Im Finale setzte sich Charleroi nach Hin- und Rückspiel sowie Verlängerung mit 10:9 gegen den russischen Vertreter MFK Dinamo Moskva durch.

2005 / 2006 starteten 34 Teams in den Wettbewerb, vier davon mussten in der Ausscheidungsrunde ran. Die beiden Erstplatzierten dieses Miniturniers stießen zu den anderen 30 Klubs in die erste Qualifikationsrunde, die das gleiche Format hatte wie zuvor. In der zweiten Qualifikationsrunde kamen zwei Mannschaften pro Gruppe weiter, die Gruppensieger (Intervíu und Moskau) bestritten gegen den Zweitplatzierten (Kairat Almaty und Schachtor Donezk) der anderen Gruppe das Halbfinale, das wie das Endspiel in Hin- und Rückspiel ausgetragen wurde. Interviú Boomerang setzte sich in zwei packenden Duellen mit 9:7 (Hinspiel in Madrid: 6:3, Rückspiel in Moskau: 3:4) gegen Dinamo Moskau durch.

Der UEFA-Futsal-Pokal bekam in der Saison 2006 / 2007 ein neues Gesicht. Die Endrunde  wurde in einem "Final Four"-Turnier ausgetragen. Die beiden Halbfinals, das Spiel um den dritten Platz und das Finale wurden in einer kleinen Endrunde ausgetragen. Gastgeber ist dabei eines der vier Teams, die sich für das Halbfinale qualifizieren konnten, sodass der Austragungsort schließlich Murcia lautete. Den Titel aber sicherte sich diesmal Dinamo Moskau mit einem 2:1 im Finale gegen Interviú.

Mit mittlerweile 44 Mannschaften fand der UEFA-Futsal-Pokal 2007 / 2008 wieder mit einem Final Four als Endrunde statt. Zwar verpasste Dinamo Moskau die Titelverteidigung und landete auf dem dritten Platz, der Titel blieb jedoch bei Ekaterinburg in Russland, die in der nationalen russischen Meisterschaft nur den zweiten Platz belegten. Das Finale wurde nach Sechsmeterschießen mit 7:2 (4:4) gegen Murcia gewonnen.

2008 / 2009 konnte wieder keine Titelverteidigung gefeiert werden. Setzte sich Ekaterinenburg im Halbfinale noch gegen Dinamo Moskau durch, konnte das Finale Inter Madrid mit 5:1 für sich entscheiden. Die Spanier feierten damit nach 2004 und 2006 bereits den dritten des europäischen Wettbewerbs.

Zu einem weiteren Titel reichte es für Inter Madrid 2009 / 2010 jedoch nicht. Die Endrunde fand in Lissabon statt und mit Benfica holten die Hausherren das erste Mal den Titel im UEFA-Futsal-Cup nach Portugal. Das Finale zwischen Benfica und Inter endete mit 3:2 nach Verlängerung.

In der Endrunde 2010 / 2011 fanden sich erstmals keine Mannschaften aus Spanien oder Russland wieder und stattdessen waren die Portugiesen mit Benfica und Sporting Club de Portugal stark vertreten. Den Sieg sicherten sich allerdings die italiener Montesilvano, die im Finale mit 5:2 gegen Sporting triumphierten.

2011 / 2012 dann der erste Erfolg von Barcelona. Im Halbfinale hatte erst Sporting das Nachsehen, im Finale unterlag schließlich Dinamo mit 3:1. Zum sechsten Mal war damit eine spanische Mannschaft im UEFA-Futsal-Cup erfolgreich.

2012 / 2013 wanderte der Titel jedoch zu Kairat Almaty nach Kasachstan. In einem knappen Finale wurde Dinamo mit 4:3 besiegt. Barcelona verlor bereits im Halbfinale, konnte jedoch das Spiel um Platz Drei gegen Iberia Star Tbilsi gewinnen.

Eine erneute Finalniederlage gab es 2013 / 2014 für Dinamo. In der Verlängerung entschied Barcelona die entscheidende Partie mit 5:2 für sich. Der aserbaidschanische Verein Araz verwies den Vorjahressieger Kairat Almaty auf den vierten Platz und sicherte sich die Bronzemedaille.

Quelle: de.uefa.com/futsalcup