Futsal Masters 2015

Lengerich,  23.August 2015

Balsam für die Seele

Tolle Saison gespielt, dennoch im Viertelfinale ausgeschieden. Super Pokalrunde gespielt, dennoch im Finale ausgeschieden (hier klicken für eine Übersicht der Ergebnisse des WFLV-Pokals). Klasse gespielt bei der Universitätseuropameisterschaft, dennoch zu häufig knapp verloren (hier klicken für eine Übersicht der EM-Ergebnisse). Prima Vorbereitungsturnier beim Futsal Masters in Lengerich gespielt – endlich mal wieder gewonnen. Es sind die kleinen Dinge, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden, jedoch eine große Wirkung erzielen. Beim gestrigen Turnier lief einiges rund, weshalb am Ende der verdiente 1. Platz zu Buche stand, ein großer Pokal und eine schöne Prämie eingeheimst wurden. Doch vorab kurz das Turnier im Schnelldurchlauf:

Im ersten Spiel gegen Amicale Clervaux setzte der UFC gleich das erste Ausrufezeichen und besiegte das luxemburgische Team deutlich mit 4:1. Die Münsteraner spielten druckvoll und waren zu jeder Zeit Herr der Lage. Für die Treffer zeichneten sich Maik Solisch, Axel Kuhn, Stephan Brockhaus und Michail Fedorov verantwortlich.

Im zweiten Spiel tat sich das Team um Tageskapitän Fedorov gegen aufopferungsvoll spielende Darmstädter etwas schwer, blieb am Ende dennoch gücklicher Sieger. Den einzigen Treffer des Spiels erzielte Christoph Rüschenpöhler, der im weiteren Turnierverlauf noch ein ums andere Mal als Vorbereiter glänzen sollte.

Auch das dritte Match gestalteten die Münsteraner zu ihren Gunsten und besiegten die Düsseldorfer TuRu Lions mit 3:0. Mit etwas Wut im Bauch auf Grund des jüngst verlorenen Pokalfinales setzte das Team alles daran, diesmal als Sieger vom Platz zu gehen. Wendelin Kemper, Axel Kuhn und Fedorov markierten die Treffer.

Beim letzten Gruppenspiel sollte keine geringere Mannschaft warten als die Futsal Panthers Köln. Am Vortag setzten sich die Domstädter im Qualifikationsturnier eindrucksvoll durch, konnten beim Hauptturnier jedoch nur noch auf vier Feldspieler zurückgreifen und mussten sich den frischen Münsteranern geschlagen geben. Henrique Mota traf gleich doppelt – Rüschenpöhler legte beide Male mustergültig auf. Als sich beim Stande von 1:0 ein Kölner verletzte, spielten die Papageien ebenfalls nur mit drei Feldspielern, was ein noch höheres Maß an Laufarbeit erforderte.

Mit zwölf Punkten aus vier Begegnungen und einem Torverhältnis von 9:2 sicherte sich die Mannschaft das Halbfinale und musste gegen den Zweitplatzierten, ZVC ARB Hamme, spielen. Auch hier knüpfte die UFC-Auswahl an die starken Spiele der Vorrunde an, ging nach schöner Kombination von Solisch und Kemper mit 1:0 in Führung und legte unmittelbar durch Kuhn das 2:0 nach. Das belgische Team spielte nun direkt mit Flying Goalkeeper, setzte Münter gehörig unter Druck und erzielte spät aber folgerichtig den 1:2-Anschlusstreffer. Der UFC spielte die Partie souverän runter und zog ins Finale ein.

Im Finale wartete Holzpfosten Schwerte, die sich ebenfalls souverän mit zwölf Punkten in ihrer Gruppe durchsetzten und Darmstadt im Halbfinale mit 1:0 besiegten. Es war also alles angerichtet für das Finale der beiden besten Teams des Tages. Nach anfänglichem Abtasten erwischten die Holzpfosten den besseren Start und gingen nach langem Abwurf sehenswert durch Sandro Jurado Garcia in Führung. Der UFC zeigte sich, trotz 15-minütiger-Bruttozeit, unbeeindruckt und spielte weiter seinen Stiefel runter. Den Matchball zu Gunsten der Münsteraner sollte Mota verwandeln, der beim Überzahlspiel als Flying-Goalkeeper agierend einen sagenhaften Innenpfostenschuss auspackte und dem Schwerter Ersatzkeeper keine Chance ließ. Beide Teams ließen das Remis zu und eine fünfminütige Verlängerung sollte die Entscheidung bringen. Nun lag das Momentum auf Seiten des westdeutschen Rekordmeisters und Schwerte musste in der Nachspielzeit erneut einen Treffer von Mota hinnehmen, der aus gut zehn Metern einen gewaltvollen Fernschuss auspackte. Das Überzahlspiel des Teams um Nils Klems brachte keinen Erfolg mehr ein und die Münsteraner feierten den verdienten Turniersieg.

Den Titel als Torwart des Turniers sicherte sich völlig zu Recht der starke Schlussmann von Darmstadt. Mit neun Treffern holte sich Philipp Oldenburg den Titel als Torschütze des Turniers. Den größten Pokal sollte jedoch Tageskapitän Fedorov in die Luft strecken und sein Team so zum ausgiebigen Jubeln bringen.

Insgesamt war Spielertrainer Kemper sehr zufrieden mit dem Turnier, dem Turnierverlauf und den gewonnenen Eindrücken: „Lengerich war ein toller Gastgeber und hat ein schönes Turnier auf die Beine gestellt. Wir haben in sechs Partien ein Torverhältnis von 13:4 erarbeitet, was sowohl für eine super Defensiv- als auch Offensivarbeit spricht. Ich bin mit den Testspielen sehr zufrieden und blicke positiv dem Ligastart in zwei Wochen entgegen, auch wenn wir dennoch an einigen Stellschrauben drehen müssen“, so Kemper.

Für den UFC spielten:

Auth, Hettich – Fedorov (C), Mota, Kemper, Rüschenpöhler, Solisch, Kuhn, Brockhaus.