HKM Ladies 2015

Ostbevern,  08.Januar 2015 -  11.Januar 2015

Sieg der UFC-Ladies bei den Hallenkreismeisterschaften (HKM) des Fußballkreises Münster-Warendorf

Die UFC-Ladies traten am Donnerstag, den 8.01.2015, zu ihrem ersten Turnier seit den EUSA Games im Juli 2014 in Rotterdam an. Nach dieser langen Trainingsphase war die Motivation auf Wettkampfbedingungen sehr groß, wenn auch der Futsal bei den HKM schmerzlich vermisst wurde. Gespielt wurde in Ostbevern bei vollständiger Umbandung des Spielfeldes mit einem regulären Fußball auf große Tore. Vom Futsal wurde lediglich übernommen, dass der Ball nach Übertretung der Bande eingekickt statt eingerollt wurde. Außerdem wurde die Zeit in der jeweils letzten Spielminute angehalten.

In der Qualifikation für die Zwischenrunde der HKM stellten sich die Ladies vier Gegnern, die bei einer Spielzeit von je acht Minuten alle klar geschlagen wurden: UFC - SV Ems Westbevern 5:0, UFC -SV GS Hohenholte 3:0, UFC - SC Füchtorf 4:0, UFC - VfL Senden 1 2:0. Das Team des Trainerduos Eduard Nickel und Julian Offermann zeigte in der Offensive schöne Kombinationen unter hohem Tempo und eine große Ruhe im Spielaufbau aus der eigenen Hälfte heraus. Heimspiel online titelte daraufhin „Futsalerinnen machen Lust auf mehr“.

In der Vorrunde mussten sich die Ladies am Freitag im ersten Spiel trotz vieler Chancen dem SC Gremmendorf nach zehn Minuten Spielzeit geschlagen geben. Der spätere Finalgegner der Ladies zeigte dabei, dass im weiteren Turnierverlauf auch die Defensivarbeit eine größere Rolle spielen würde.In den drei darauffolgenden Spielen konnte sich das Team sukzessiv steigern. Mit höchster Konzentration wurden ein 2:1-Sieg gegen den BSV Ostbevern 2, ein 3:1-Sieg gegen den ESV Münster und ein 5:1 zum Abschluss gegen die Warendorfer SU 2 eingefahren.

Gespannt wurden dann am spielfreien Samstag die Ergebnisse der Vorrundengruppen drei bis sechs verfolgt. Gegen Abend standen diese drei Gegner der Ladies in der Zwischenrundengruppe A fest: Die Warendorfer SU, Titelverteidiger und Regionalligist; der BSV Ostbevern 1, Gastgeber und Westfalenligist; der SV Ems Westbevern. Bei den Ladies machte sich jedoch keine Entmutigung durch die mit Abstand am stärksten besetzte Gruppe der Zwischenrunde breit, sondern vielmehr Vorfreude auf hochklassige Spiele am Sonntag, dem letzten Spieltag des Turniers.

Das erste Spiel des Tages wurde direkt gegen die Turnierfavoritinnen der Warendorfer SU bestritten. Trotz großen Kampfgeistes und einiger guter Tormöglichkeiten konnten die Gegnerinnen mit guter Chancenverwertung und starkem Pressing punkten, gewannen jedoch zu deutlich mit 2:0.

Für das Erreichen der Endrunde war damit ein Sieg gegen Westbevern Pflicht. Gerade nach dem 5:0-Kantersiegs in der Qualifikation gegen diese Mannschaft schärfte das Trainerteam die Konzentration und den Respekt vor Gegnerinnen, die sich im Turnierverlauf sehr gesteigert hatten. Mit einem spielerisch abwechslungsreichen 4:0-Sieg sicherten sich die Ladies die Möglichkeit, im letzten Spiel der Gruppenphase selbst das Erreichen des Viertelfinales bestimmen zu können.

Für dieses Spiel gegen die Gastgeberinnen des Turniers füllte sich die Halle, denn Ostbevern benötigte bei gleicher Punktzahl und einem schlechteren Torverhältnis einen Sieg für den zweiten Platz in der Gruppe. Nach der 1:0-Führung für den UFC gelangen Ostbevern jedoch drei Treffer, sodass die Ladies auf den ersten oder zweiten Platz der Gruppendritten hoffen mussten. Ein Unentschieden in der Gruppe C bedeutete kurz darauf aber das Viertelfinale für die Ladies.

Im ersten K.O.-Spiel wartete der SV Post Mauritz. Der im Turnier stark aufspielende Kreisligist ging früh mit 1:0 in Führung, die UFC-Ladies behielten aber bestechend fokussiert die Ruhe im Spielaufbau und erspielten sich geduldig den Ausgleich und die 2:1 Führung. Damit war der Halbfinaleinzug perfekt!

Nächste Station: Halbfinale gegen die Damen des 1. FC Gievenbeck. Nach einer guten Chance für diese erzielte der UFC den Führungstreffer und die starke Abwehr der Ladies zwang die Gegnerinnen zu verzweifelten Weitschüssen, die erfolglos blieben. Im Gegenzug wurde die Führung auf 2:0 erhöht. Trotz des Anschlusstreffers der Gievenbeckerinnen kontrollierten die Ladies souverän das Spiel und zogen verdient ins Finale ein.

Nach dem Einlauf der beiden Finalisten zu „Eye of the Tiger“ forderte der SC Gremmendorf, der im Viertelfinale den BSV Ostbevern und im Halbfinale die Warendorfer SU geschlagen hatte, die Ladies. Dementsprechend war der Respekt groß, aber da war ja noch eine Rechnung aus der Vorrunde offen! Durch gefährliche Torchancen auf beiden Seiten entwickelte sich ein packendes Finale, in dem den UFC-Ladies der erste Treffer gelang. Nach dem Ausgleich in der nächsten Minute hatten sie sogar noch die Möglichkeit auf den Siegtreffer. Doch so hieß es nach zwölf fesselnden Minuten Neunmeterschießen!

Fünf mutige Ladies traten in dieser Reihenfolge an: Wendel, Gerhardt, Kohlmann, Beckers, Schröder.

Nach je drei verwandelten Neunmetern auf beiden Seiten stieg die Spannung, weil die nächsten zwei Schützinnen auf beiden Seiten nicht trafen. Deshalb trat wieder Nina Wendel für die UFC-Ladies an und versenkte den Ball mit unglaublicher Coolness zum zweiten Mal. Nun schlug die große Stunde der UFC-Torhüterin Kathrin Klimas, die ihr Team durch starke Paraden in vielen Situationen im Spiel gehalten hatte und als sichere Anspielstation im Spielaufbau zu glänzen wusste. Sie hielt den Neunmeter der Gremmendorferin Symalla und ermöglichte den UFC-Ladies den Turniersieg bei der ersten Teilnahme an den HKM. Ausgelassen wurde danach mit zwei großen Pokalen und den Fans gefeiert.

Die Mannschaft zeichnete sich über die drei Turniertage hinweg durch eine sehr positive und gelöste Stimmung aus, die letztlich das mutige Aufspielen im Turnier und den verdienten Turniersieg bedeutete.

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle den beiden Trainern, Eduard Nickel und Julian Offermann, die den Ladies für jedes Spiel die richtige Mischung aus Konzentration, Ehrgeiz und Spaß mitgaben.

Der Kader der UFC-Ladies bei den HKM: Joana Beckers (6 Tore), Dana Gerhardt (4), Greta Kleine-Kalmer (3), Kathrin Klimas, Lea Kohlman (9), Nele Neddermann, Sophia Schlautmann (2), Wiebke Scholte-Meyerink (1, Mannschaftskapitänin), Carolin Schröder (1), Hannah Weiland (1), Nina Wendel (4), Elisa Wenker (1), Sophie Zöphel (2).