Regionalliga-Saisonfinale

04.03.2017

Saisonfinale

Meisterehrung beim ereignisreichen Saisonfinale mit Doppelspieltag gegen Köln.

UFC-Ladies bekommen als Westdeutscher Meister die Schale überreicht.- Verabschiedung von unserem langjährigen Coach Wendelin Kemper - 5 Ex-UFCler Luzar, Rüschenpöhler, Dondorf, Sarmie und Vaas wieder im "Wohnzimmer" - Karriereende vom Incredible Luzar !


Die großartige Rückrunde - mit zuletzt 6 Siegen in Folge - endete mit einem spannenden, bis zur letzten Sekunde offenen 2:3 gegen die Futsal Panthers Köln, die sich mit dem knappen Sieg die Chance auf die Qualifikation zur Deutschen Futsal-Meisterschaft bewahrten.

Für den UFC trafen Max Münken zum zwischenzeitlichen 1:1 (22.) und Kemper zum 2:3 (40.)

Mit Tomasz Luzar, Christoph Rüschenpöhler, Florian Dondorf, Massud-Asiel Sarmie und Joscha Vaas traten gleich fünf (!!!) Ur-Münsteraner Futsal-Cracks im Kölner-Dress gegen ihren alten UFC an.  Einer davon, bereits jetzt eine UFC-Legende, Tomasz Luzar, beendete in der Haupthalle am Horstmarer Landweg, dem "Wohnzimmer" des UFC, seine unfassbar starke Futsal-Karriere.


Eine weitere, für den UFC einschneidende Ära endete auch: 

Wendelin Kemper trat zum letzten Mal als Coach des UFC auf. In Zukunft konzentriert er sich auf seine Aufgabe als Co-Trainer der DFB-Futsal-Nationalmannschaft und das für ihn anstehende Lehramts-Referendariat.


Die Saison in Zahlen:

Das war sie also, die Saison 2016/2017. Das vorgegebene Saisonziel (eine bessere Platzierung als der vierte Platz des Vorjahres) haben wir mit dem 5. Tabellenplatz leider knapp verpasst, aber auch auf diesem Wege beglückwünschen wir noch mal den verdienten Sieger des MCH Futsal Club Sennestadt zur Meisterschaft und den Holzpfosten Schwerte 05 zum Erreichen der KO-Begegnungen. Ebenfalls gelten unsere Glückwünsche dem starken Aufsteiger Black Panthers Bielefeld für eine bärenstarke Saison.

Am Ende müssen wir keinen Hehl daraus machen, dass eine große Portion Enttäuschung mit schwingt. Zwar hatten wir auch in dieser Spielzeit wieder einige Abgänge zu verzeichnen (Münster ist und bleibt eine Studentenstadt mit hoher Fluktuation), jedoch haben wir ein besseres Endresultat einzig uns zuzuschreiben. Gerade die Durststrecke von vier sieglosen Spielen, obwohl wir die jeweiligen Begegnungen über weite Strecken dominiert haben, hat uns das Genick gebrochen. Nun heißt es die richtigen Schlüsse zu ziehen und im nächsten Jahr erneut anzugreifen.

Mit 91 geschossenen und 69 kassierten Toren weisen wir einen Durchschnittswert von 5,05 eigenen Toren pro Spiel und 3,83 gegnerischen Toren auf (ein Tor weniger geschossen als in der Vorsaison und acht Tore mehr kassiert). Lagen wir im vergangenen Jahr noch an dritter Stelle der stärksten Abwehr, befinden wir uns nun lediglich im Mittelfeld.

Insgesamt kamen 23 Akteure in dieser Spielzeit zum Einsatz. Maik Solisch verpasste nur auf Grund eine Bänderverletzung das letzte Spiel, verzeichnete aber starke 17 Einsätze und durfte jedes Mal von Beginn an ran. Bereits im Vorjahr verpasste Mike Sparrow kein einziges Spiel und zeigt eindrucksvoll, wie sehr er sich mit dem Futsal und dem UFC identifiziert. Die meiste Einsatzzeit hatte jedoch ein anderer: Mit 650 Spielminuten gab Henrique Mota der Defensive als Fixo viel Stabilität und zahlte das Vertrauen mit viel Leidenschaft zurück. 90% Spielzeit bescheren dem Deutsch-Brasilianer daher auch den größten Spielanteil. Trotz Defensivposition kam Mota dabei auf satte neun Tore und sechs Torvorlagen, was ihm mit 15 Scorerpunkten auf den vierten Platz der internen Liste verhalf. Wie schon in den beiden Vorjahren machten Christoph Rüschenpöhler und Wendelin Kemper das Rennen im internen Ranking unter sich aus. Am Ende behielt Nationalspieler Rüschenpöhler die Nase vorn, traf in nur zwölf Spielen sieben Mal und bereitete 14 Tore vor. Trotz seines Abgangs war Rüschenpöhler nicht mehr einzuholen und Spielertrainer Kemper muss sich bei 14 Begegnungen mit neun Toren und acht Vorlagen mit dem zweiten Platz begnügen. Die Torjägerkanone sicherte sich allerdings ein anderer: Tormaschine Alexander Kenkel zeigte sich nach seiner langen Verletzung in blendender Verfassung und netzte in nur elf Spielen zehn Mal ein. Mit sechs Vorlagen sicherte er sich zudem den dritten Platz der internen Scorerliste. Alle 26,25 Spielminuten ein Tor aufzulegen oder zu schießen zeigt, wie gefährlich Kenkel ist und dass er nicht wegzudenken ist im UFC-Konstrukt.

Der Altersdurchschnitt unserer Spieler aller Partien lag bei 26,7 Jahren. Der höchste Sieg der Saison gelang uns beim Absteiger Alemannia Aachen Futsal mit 12:2, die meisten Tore fielen jedoch beim 13:7-Sieg gegen den UFC Paderborn. Die höchste Niederlage verbuchten wir am zweitletzten Spieltag gegen Bielefeld, die uns nach katastrophaler Leistung in eigener Halle mit 2:9 schlugen.

In der Hinrunde unterlagen wir noch in vier von neun Begegnungen und spielten einmal unentschieden. In der Rückrunde verloren wir lediglich drei Spiele und gingen in allen anderen sechs Begegnungen als Sieger vom Platz. Gegen Schwerte gewannen wir dabei gar den direkten Vergleich. Dies unterstreicht die Tatsache, dass es wieder Mal einen Moment benötigte, um neue Spieler zu integrieren und an unser System zu gewöhnen. Bedenken wir ferner, dass uns mit Rüschenpöhler zur Saisonhälfte die tragende Säule verließ, fällt die beeindruckende Mannschaftsleistung der Rückrunde umso mehr ins Gewicht. Hoffen wir also, dass wir in der kommenden Saison die Früchte der Umstellung ernten und wieder an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen können.

Zu guter letzt möchten wir uns im Namen aller Spieler bei Euch, den Fans, Sympathisanten und Unterstützern bedanken, die uns immer wieder zu Höchstleistungen angetrieben haben. Ohne eure Unterstützung, eure Anteilnahme, euer Feedback und eure Treue bei unseren Spielen hätten wir niemals einen starken fünften Tabellenplatz erreicht in einer Liga, die noch nie so ausgeglichen war wie in diesem Jahr. Sportlich spannenden hätte es nicht laufen können, daher bedanken wir uns auch bei den ehrenamtlichen Organisatoren, Schiedsrichtern und Verantwortlichen des Verbandes. Wir wünschen der Alemannia und dem SC Bayer 05 Uerdingen - Futsal, Beach Soccer & Footvolley alles Gute und den direkten Wiederaufstieg und beglückwünschen den Sportclub Aachen Futsal zur beeindruckenden stabilen Abwehr- und Saisonleistung. Schon jetzt freuen wir uns auf die Begegnungen der kommenden Spielzeit gegen die Futsal Panthers Köln e.V. und die Futsal Lions Düsseldorf e. V. - auch euch bis dahin nur das Beste!