47. Nikolausturnier

04.12.2010

Souveräne Vorstellung: UFC gewinnt das 47.Nikolausturnier.

14.15 Uhr- der Sieger steht fest: Der UFC Münster gewinnt die 47. Auflage des traditionellen Nikolausturniers und sichert sich durch einen überzeugenden 4:1 Sieg über die Siegener Uni-Mannschaft den Titel. Turnier-Coach und Initiator Thomas Lehmann hält den Pokal in die Höhe, dreht sich zu den zahlreichen Zuschauern und ruft: „Da ist das Ding!“ Anschließend blickt er stolz in die acht erschöpften Gesichter, die nicht nur neun Partien in den Knochen haben, sondern auch auf der Players-Party Vollgas gegeben haben. „Am Ende war unser geschlossener Auftritt ausschlaggebend für den Sieg. Alle verstehen sich auch privat blendend und jeder hat sich für den anderen ins Zeug gelegt. Das war stark“, erinnert sich Rüschenpöhler, der ein tolles Turnier gespielt hat und so manchen Gegner durch seine Pirouetten zur Verzweiflung brachte.

Auf dem Weg zum Titel fegte der UFC Münster die Gegner förmlich aus der Halle. Ungeschlagen, nur ein Unentschieden gegen die Zweitvertretung des UFC’s, und einem Torverhältnis von 43:17 überzeugte die Mannschaft mit gewohnt hohem Niveau und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. „Natürlich stand der Spaß dabei im Vordergrund, aber wir haben im Turnierverlauf Ehrgeiz entwickelt“, beschreibt Torgarantie Alex Kenkel das Turnier.

In der aus sechs Mannschaften bestehenden Vorgruppe wurde die erste Duftmarke beim 7:0 Erfolg gesetzt. „Wichtig ist es in so ein Turnier natürlich mit der Null zu starten. Wir standen hinten sehr sicher und konnten uns zur Not auf unseren klasse aufgelegten Schlussmann Wendelin Kemper verlassen, welcher durch brilliante Reflexe auf sich aufmerksam machte. Natürlich spüren auch Urgesteine wie Luzar, dass ein frischer Wind durch die jungen wilden weht. Ich werde mich in den kommenden Tagen auch noch mal mit den Verantwortlichen zusammensetzen um die Torwart-Frage neu zu diskutieren“, erzählt Coach Lehmann aus dem Nähkästchen, der kurzfristig verletzungsbedingt passen musste und die Rolle als Coach übernahm. Im zweiten Spiel musste man sich nach einem offenen Schlagabtausch mit dem UFC II mit einem Unentschieden anfreunden, ehe man sich im dritten Spiel (4:3), vierten Spiel (3:1) und fünften Spiel (5:1) als Gruppenerster für die Zwischenrunde qualifizierte. Besonders erfreut hat es Lehmann, dass neue Talente integriert werden konnten und sich die Newcomer problemlos ins Team eingefügt haben. Eike Wessels und Phil Podann gaben beim Turnier klasse Debuts und spielten, als wäre ihnen die Futsalschuhe in die Wiege gelegt worden. „Das Turnier hat richtig Bock gemacht. Ich hatte lange nicht mehr so einen Spaß am kicken“, strahlte Wessels die Freude aus.

In der Zwischenrunde dann ein ähnliches Bild: Der UFC dominierte das Spielgeschehen nach Belieben, ließ Ball und Gegner laufen und variierte viel in ihrer Taktik. „Unser Coach hat uns vor jedem Spiel richtig heiß gemacht und uns zahlreiche Tipps und Tricks mit auf den Weg gegeben“, erzählt Felix Freyer, der nicht nur durch seine starken Einzelaktionen auf sich aufmerksam machte sondern besonders den Schiedsrichtern durch seine aggressive Art ein Dorn im Auge war. 4:1 und 6:1 lautete das Resultat nach zwei Zwischenrunden-Spielen. „Wir standen kompakt und haben in den entscheidenden Momenten richtig gehandelt“, beschreibt Farugh Arezumand die Situation treffend. Schlüsselszene war das Halbfinale: Nach 20. Spielminuten stand es 3:3 gegen die Halbfinalisten Jade-Kicker. Auch die fünfminütige Verlängerung brachte keine Entscheidung weshalb die Truppe beim Sechs-Meterschießen Nervenstärke beweisen musste. „In dieser Phase haben wir bewiesen, dass der UFC lebt. Wir haben die Dinger eiskalt weggemacht“, so Lehmann.

Im Finale traf man dann erneut auf die Siegener-Truppe, welche sich bereits in der Zwischenrunde dem UFC geschlagen geben musste. „Nach dem spannenden Sechs-Meter-Krimi wollten wir den Pokal auch holen. Wir haben am Ende noch mal alle Kräfte mobilisiert und uns selbst belohnt“, erläuterte Podann, der maßgeblich am Erfolg beteiligt war und einen Zehn-Meter philtastisch zum zwischenzeitlichen und vorentscheidenden 3:1 in die Maschen haute.

„Meine Jungs blicken jetzt nach vorne, denn schon bald stehen die Stadtmeisterschaften an!“ signalisiert Lehmann und blickt in die Zukunft. Vielleicht bringt der UFC auch dort die Herzen der Zuschauer zum Glühen und verzaubert die gegnerischen Mannschaften erneut. Wir können also mit dem UFC rechnen...

Für den UFC Münster spielten: Wendelin Kemper (Rückennummer 1), Farugh Arezumand (2), Phil Podann (10), Rusbe Torkashvand (13), Eike Wessels (15), Felix Freyer (16), Christoph Rüschenpöhler (22) und Alexander Kenkel (23).

Nikolausturnier-Sieger UFC