Europameisterschaft in Kroatien

24.07.2010

UFC gewinnt verdient mit 4:2 - Norweger haben keine Chance.

Die deutsche Truppe gewinnt ihr 5. Spiel der diesjaehrigen EM und baut die Erfolgsserie auf 3 in Folge gewonnene Spiele aus. Dabei legte der deutsche Rekordmeister einen Blitzstart hin und Ruggio traf bereits in der 3. Spielminute aus spitzem Winkel. Im direkten Gegenzug gelang der "Norwegian School of Economics and Business Administration" per gluecklichem Tunnel der Treffer zum 1:1.
Der UFC stand tief, ruehrte Beton an und lauerte mit seinem schnellen Offensiv-Akteuren auf die sich bietenden Moeglichkeiten um zu kontern. So wurde der Ball lange in den eigenen Reihen gehalten, um Luecken im Verbund zwischen Abwehr und Angriff der Norweger zu reissen. Erneut war es Ruggio, der sich nach starken Einzelaktionen selbst mit seinem 2. Spiel- und Turniertreffer belohnte. Nach einer Ecke schaltete dieser am schnellsten und schoss mit voller Wucht von halb-rechts aufs norwegische Gehäuse. Dabei wurde der Treffer noch leicht abgefälscht und unhaltbar für den skandinavischen Torhüter. Die münstersche Uni-Auswahl liess Ball und Gegner laufen. Verschob geschickt von links nach rechts und bot dem Hochschulmeister Norwegens weder Räume noch Chancen. Immer wieder probierten die Skandinavier durch lange Bälle auf den Keilstürmer für Verwirrung zu sorgen. Mehr als vereinzelte Torschüsse aus der zweiten Reihe kamen jedoch nicht zu Stande. Luzar dirigierte seine Vorderleute geschickt und strahlte die von ihm gewohnte Souveränität und Ruhe aus. Vielmehr drückte der UFC dem Spiel seinen Stempel auf und überzeugte immer wieder durch starke Kombinationen. Eine von diesen landete dann auch in den Maschen der Norweger: Klems zog mit seinem linken "Huf" aus halb-linker Position ab und hämmerte die Kugel ins lange untere Eck. Doch wie schon nach dem Führungstreffer zuvor musste die münstersche Auswahl nur eine Minute später einen Treffer der Skandinavier zulassen. Ein Makel, den es in Zukunft ab zu schalten gilt, an dem jedoch gearbeitet werden kann und wird. Das 3:2 wurde auch gleichzeitig mit in die Halbzeitpause genommen.
Hochmotiviert und auf den Sieg fokussiert aus der Pause gekommen, nahm man sich vor, an die erste Hälfte anzuknüpfen und durch einen weiteren Treffer für einen beruhigenden 2-Tore-Vorsprung zu sorgen. Der Treffer ließ jedoch lange auf sich warten und das Spiel verflachte zunehmend. Die einen fanden kein Mittel in Ballbesitz zu kommen - die anderen verwalteten und gingen zu fahrlaessig mit ihren Torchancen um. Luzar wurde nur noch vereinzelt auf die Probe gestellt, zeigte aber immer wieder durch zielgenaue Abwürfe sein Können und sorgte für wichtige Variationen im Tempo. Kurz vor Spielende, in der 39. Spielminute, nutzte Hellendrung eine der zahlreichen Torchancen und schob den Ball nach schneller Drehung in das gegnerische Tor. 4:2 - der Drops war gelutscht. Einziger Wehmutstropfen war die zweite gelbe Karte Offermanns im Turnierverlauf, der somit im Finale des "Lower Rankings" gegen Mazedonien fehlen wird. Bitter, denn der "Interims-Captain" erledigte seine Sache ordentlich, zog das Team immer mit und vor allem die jüngeren Spielern wie Fluss, Kemper und Klems konnten von seiner Erfahrung profitieren. Jedoch hat die schwarz-weisse Kombo aus Münster schon bei Quicks Ausfall bewiesen, dass sie ein unangenehmer Gegner ist und jeder sich für den anderen zerreisst.

Für Deutschland spielten:
Luzar, Hellendrung (1), Bräuer, Fluss, Kemper, Lehmann, Klems (1), Kuhn, Ruggio (2), Tietze und Offermann.

Nun blicken wir gespannt dem letzten Spiel entgegen bei dem erstmals der 9. Tabellenplatz gesichert werden kann - das beste Ergebnis einer deutschen Mannschaft je.