adh-Open Futsal 2007

01.12.2007

Nach dem unheimlich spannenden Finale steht die Sporthochschule Köln als Sieger der vierten adh-Open im Futsal fest.
Die Spielberechtigten von UFC und seiner Reserve stellten die beiden Auswahlteams der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster. WWU  I, WWU II und die Sporthochschule Köln konnten alle ihrer Gruppenspiele siegreich absolvieren. Die Fachhochschule Münster qualifizierte sich mit vier Siegen und einer Niederlage gegen das Team I der WWU ebenfalls für die Halbfinalspiele. Im ersten Halbfinale konnten die überraschend starken Futsal-Neulinge mit Kampfeswille, Geschick, etwas Glück und ihrem überragenden Torwart Michael Szymanski den überlegenen Rheinländern bis zur Halbzeit "Paroli bieten". Am Ende siegte Köln verdient mit 6:1. Im zweiten Halbfinale trafen die beiden Teams der WWU aufeinander. 6:2 siegte die 1.Mannschaft. Das kleine Finale gewann darauf die Turnier-Entdeckung FH Münster mit 2:1 gegen WWU II bevor den Zuschauern das dramatische Finale zwischen WWU I und der Sporthochschule Köln geboten wurde. Die Kölner Hochschulauswahl -übrigens auch als Futsal-Panthers Köln e.V. in der aktuellen Westdeutschen Futsal-Liga gemeldet- legte furios los und konnte bereits nach 4 Minuten zwei Tore für sich verbuchen. In den ersten zehn Minuten kam die WWU nur zu wenig gefährlichen Entlastungsangrffen - Münster konzentrierte sich erfolgreich auf die Verteidigung. Danach bestimmten sie das Spiel, blieben geduldig und erspielten sich durch Tore von Offermann (17.Minute) und Quick (18.) den 2:2-Halbzeitstand.
Die zweite Halbzeit bot besonders den großartigen Torhütern Tomasz Luzar und Paul Gerlach viele Möglichkeiten sich auszuzeichnen. Für Diskussionen sorgte jedoch eine Rettungsaktion gerade eines dieser Protagonisten. In der vierten Spielminute grätschte der Kölner Keeper Gerlach außerhalb seines Strafraumes in die Beine des angreifenden Münsteraners Simon Tempel. Zur allgemeinen Überrraschung zog das Foul lediglich eine gelbe Karte für den Keeper nach sich. Münster machte unbeeindruckt weiter und erarbeitete sich eine Vielzahl von Torchancen. Erst drei Minuten vor Spielende nutzte Chris Wenning eine wunderschöne Hereingabe von Simon Tempel zum Führungstreffer für Münster. Die Köln er Jungs reagierten, nahmen Ihre Auszeit und beschlossen währenddessen einen offensiven Torwart einzuwechseln, mit dem sie zu fünft angreifen und den Ausgleich erzielen wollten. Diese Maßnahme funktionierte und wurde vom 19-jährigen Harald Gracholski umgesetzt. Per Fernschuss traf er in der letzten Spielminute zum Ausgleich. Aus dem darauf folgenden Anstoss entwickelte sich ein Münsteraner Angriff, der  mit einem Distanzschuss über das Kölner Tor abgeschlossen wurde. Der Keeper der Sporthochschule hatte den Ball jedoch berührt, bevor er über die Latte flog. Der anschließende, schnell ausgeführte Abwurf (!) vom Kölner Torwart leitete den Konter ein, der die Münsteraner Titelverteidigungs-Pläne jäh zerschlug, denn wenige Sekunden vor der Schluß-Sirene traf Andreas Beck zum 3:4 für Köln. An diesem Resultat konnte der dreimalige Hochschulmeister trotz Netto-Spielzeit nichts mehr ändern.
Ausgerechnet im wichtigen Endspiel verloren die deutschen Futsal-Pioniere ein Match auf nationaler, universitärer Ebene. Dafür gab es jedoch mehrere Gründe. Die mangelnde Cleverness war sicherlich der Hauptgrund, dass Münster für seine großartige Leistung gegen die starken Kölner nicht mit dem vierten Titel in Folge belohnt wurde.

Glückwunsch an die Sporthochschule Köln!

Ein herzlichen Dank an alle mitwirkenden Mannschaften und besonders die Schiedsrichter, die für das Zustandekommen eines erfolgreichen Turniers erheblich beitrugen.

Hier finden Sie alle Ergebnisse.